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Wirtschaftsgeographie


Das Unterrichtsfach Wirtschaftsgeographie, das in der zweijährigen Höheren Handelsschule mit einer Wochenstunde obligatorisch unterrichtet wird, handelt von den wechselseitigen Beziehungen, die zwischen den Menschen und der Erde bestehen.

Es geht dabei um die Umwandlung der natürlichen Lebensbedingungen der Erde durch den Menschen in wirtschaftlich genutzte Räume.

Während in dem Fach Erdkunde (Geographie) eine Bestandsaufnahme der natürlichen Verhältnisse auf der Erde vorgenommen wird, beantwortet die Wirtschaftsgeographie die Frage: "Was hat der wirtschaftlich tätige Mensch aus diesen natürlichen Verhältnissen gemacht?"

Ein Beispiel:
Die Erdkunde stellt fest, dass das Münsterland eine ebene Oberflächenform besitzt, aus bestimmten Bodenarten (hier z.B. Braunerde) besteht und sich durch ein gemäßigtes Meeresklima auszeichnet.

In der Wirtschaftsgeographie wird nun geklärt, welche wirtschaftliche Nutzung der Mensch daraus ableitet, in welchen Siedlungsformen er sich dort niedergelassen hat und wie er mit anderen Wirtschaftsräumen verbunden ist.

Überhaupt steht in der Wirtschaftsgeographie das räumliche Denken im Sinne einer Vernetzung meistens im Mittelpunkt der Untersuchungen. Immer mehr gewinnt dabei der Wandel von einer rein ökonomischen Betrachtung bestimmter Entwicklungen zu einer ökologischen Betrachtung an Bedeutung.

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