|
Genau 100 Schüler des Berufskollegs Elberfeld machten sich mit 9 Lehrern am 11. Juni 2007 auf den Weg nach Port Zélande in Holland. Dazu waren zwei Busse notwendig, und so dauerte es eine geraume Zeit, bis alles Gepäck und der Proviant für 5 Tage verstaut waren.
Die Idee zu einer solchen schulischen Veranstaltung stammte von der durch Ski-Freizeiten erfahrenen Kollegin Iris Schlageter. In der Vergangenheit hatten die verschiedenen Klassenlehrer der Höheren Handelsschule immer wieder feststellen müssen, dass dem Wunsch vieler Schüler, eine Klassen- oder eine Abschlussfahrt zu unternehmen, nicht entsprochen werden konnte, weil kurz vor Buchung der Reise doch nicht die nötige Teilnehmerzahl zustande kam. Um dieses zu verhindern, wurde überlegt, die Schüler aller Klassen zusammenzufassen. Diejenigen, die nicht mitfahren wollten, wurden in der Zeit ganz normal beschult.
Und so war es dann eine Woche vor dem Beginn der Sommerferien soweit. Die Zeugnisnoten standen mehr oder weniger fest, so dass der Zeitpunkt optimal war.
Solch eine große Gruppe unterzubringen, gelingt nur in größeren Hotels oder in einem Center-Park. Da bot die Anlage in Port Zélande, ca. 100 km südlich von Rotterdam, beste Voraussetzungen. Die Schüler konnten immer zu Sechst einen Bungalow beziehen, der neben den Schlafräumen auch eine Küche und einen Aufenthaltsraum bot. Zur Verpflegung sollten sie sich schon zuhause Gedanken machen, einen Haushaltsplan aufstellen, alle Nötige selbst besorgen und untereinander abrechnen gewissermaßen gelebte Wirtschaftskunde, denn als Berufsfachschüler konnten sie so das ein oder andere aus dem Unterricht anwenden. Auch eine Dokumentation ihrer „Wirtschaftsweise“ war ausdrücklich gewünscht.
Aber natürlich stand nicht die „wirtschaftliche“ Seite im Vordergrund, sondern gemeinsam Spaß haben, sich untereinander und auch einmal die Lehrer in der Freizeit erleben. Dazu gab es ein abwechslungsvolles Programm: Fußballturniere (auch mit den Mädchen in einer Mannschaft), Volleyball, Minigolf und Disco und eine Fahrradtour in das nahegelegene Renesse, einem hübschen kleinen Ort, wo es gerade einen Markt gab.
Die vom Veranstalter versprochenen Sportaktivitäten wie Bogenschießen, Inline-Skating, Klettern und Mountain-bike-Fahren waren zwar nicht möglich, dafür bot sich aber in jeder freien Minute die Gelegenheit, in das parkeigene Schwimmbad zu gehen. Aber Freizeit bedeutete natürlich auch Kochen. Wenn auch viele Gruppen auf einfache Tüten- und Konservengerichte zurückgriffen, so gab es doch die ein oder andere Gruppe, wo außergewöhnliche Leckerbissen auf dem Speiseplan standen: Sushi selbst gemacht oder auch herzhafte Würstchen auf dem Grill, dazu verschiedene Salate.
|