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Schülerbeiträge:

Hier kommen unsere Schülerinnen und Schüler zu Wort


Fachabitur - "Wirtschaftsabitur":
Die Unterschiede klar gemacht

Ein Erfahrungsbericht von Sven Hollmann
(Abschlussjahrgang 2011)

Wenn man als Schüler des Beruflichen Gymnasiums gefragt wird, was man lernt, entsteht allzu oft der Eindruck von einem Fachabitur. Das ist auch leicht verständlich, denn das Abitur mit Schwerpunkt Wirtschaft ist nicht allen bekannt. So kommt es schnell zur Verwechslung mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife.
Doch um auch bei dem letzten Zweifelnden Klarheit zu schaffen:

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Sven Hollmann
(Abiturjahrgang 2011)

Das sogenannte "Wirtschaftsabitur" umfasst die Allgemeine Hochschulreife; dabei stehen die wirtschaftswissenschaftlichen Fächer im Mittelpunkt.

Also kommt zu dem an einem allgemeinbildenden Gymnasium erworbenen Abitur sogar noch Wissen hinzu. Dieser Bonus entsteht vor allem durch die drei zusätzlichen Fächer Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht.

Außerdem gibt es praxisbezogenen Unterricht in Wirtschaftsinformatik und jede Menge Anwendungsaufgaben im Mathematikunterricht. Diese beziehen sich häufig auf produzierende Betriebe. Beispielsweise werden Preis-untergrenzen und Kosten analysiert und Mathematik bleibt nicht ganz so theoretisch.

Der große Vorteil am sogenannten "Wirtschaftsabitur" ist also, dass man neben dem "normalen Stoff", der zum Abitur führt, ein kaufmännisches Grundwissen erlernt hat. Denn diese Kenntnisse liefern nicht nur für viele Berufe eine gute Basis und unterstützen enorm bei Beginn einer Ausbildung im kaufmännischen Bereich, sondern helfen im täglichen Leben.

Der Umgang mit Rechnungen, Steuererklärungen und beispielsweise Dividendenausschüttungen ist uns Schülern inzwischen vertraut. Außerdem hilft das angeeignete Wissen sogar dabei, bares Geld zu sparen. Hat man keinen Steuerberater, kann es sich auszahlen, mit ein wenig Geschick und Verstand seine finanziellen Abgaben zu überprüfen.

Doch allein beim Einkaufen sieht man als angehender Kaufmann die Dinge oft kritischer. Man kennt den Hintergrund, warum bestimmte Produkte direkt neben der Kasse angeboten werden (Renner-Penner-Listen) und betrachtet bestimmte Angebote genauer.

Es ist also ein guter Weg, ein Abitur an einem Beruflichen Gymnasium anzustreben, wenn man vorhat, in den kaufmännischen Bereich zu gehen.

Aber er empfiehlt sich auch für jene, denen eine völlig andere Richtung vorschwebt. Denn fürs Leben lernt man auf jeden Fall etwas.

 

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