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Schülerbeiträge:

Hier kommen unsere Schülerinnen und Schüler zu Wort


Mein dreimonatiger Auslandsaufenthalt in Australien flag

Mein Name ist Lale Aluk und ich besuche seit 2002 die gymnasiale Oberstufe des Berufkollegs Elberfeld.

Ich hatte schon immer einige Schwierigkeiten im englischen Sprachgebrauch. Ich traute mich nie im Englischunterricht was zu sagen, weil ich wusste, dass ich wieder einmal einen falschen Satz bilden würde. So verlor ich die Lust Englisch zu lernen.

Aber später wurde mir bewusst, wie wichtig es ist die englische Sprache zu beherrschen, um im Berufsleben voran zukommen. Nach sehr vielen Überlegungen habe ich mich dafür entschieden, für einen längeren Zeitraum nach Australien zu fliegen. Somit ergab sich die Möglichkeit mithilfe einer Agentur für drei Monate bei einer Gastfamilie an der Sunshine Coast zu wohnen und dementsprechend eine Public High School zu besuchen.

students house family
Students
(ich bin in der Mitte)
Unterkunft bei der Gastfamilie
Sunshine Coast mit Gastfamilie

Im Juli 2002 war es dann soweit. Nach 24 Stunden Flug bin ich endlich in Brisbane angekommen. Ich konnte es nicht fassen, dass ich in Australien im "Down under" gelandet war. Schließlich habe ich meine sehr liebe Gastfamilie kennen gelernt. Meine Gasteltern Steve und Collette und meine 17 und 5 jährige Gastschwestern Erin und Maddison. Mit Erin zusammen habe ich die Mountain Creek State High School besucht, in dem meine Gastmutter selbst als Betreuerin gearbeitet hat.

Die Gegend in dem wir wohnten war einfach wie in einem Traum. Breite Strassen, unzählige Palmen, nur Villen mit Swimming-pools, bunte Papageien, die durch die Gegend flogen und der unglaublich schöne, feinsandige Strand mit türkis-blauem Meer direkt nebenan. Ich übertreibe nicht. Ich konnte es selbst kaum fassen.

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Bereits am nächsten Tag meiner Ankunft habe ich mit vielen anderen International Students aus Japan, Brasilien, Frankreich, Bolivien, Italien, Afrika und Deutschland in der High School angefangen. Ich wurde direkt in eine Klasse zugeteilt. Das Tragen einer Uniform war Pflicht und es galten auch andere strenge Regeln wie z.B. keine Piercings, das Rauchen war verboten - wer erwischt wurde, ist sofort von der Schule geflogen. Aber ansonsten herrschte immer eine lockere Atmosphäre zwischen den Lehrern und den Schülern, trotzdem wurde auf die schulischen Leistungen viel Wert gelegt. Eine Unterrichtsstunde dauerte 30 Minuten und der ganze Schultag von 7.30 bis 12.55 Uhr.

Die Schule bot ein vielfältiges Freizeit- und Sportangebot an, z.B. Wasserball, Soccer, Tanzen, Rugby, Basketball, Volleyball. Das förderte wahrscheinlich die positive Einstellung der Schüler gegenüber der High School. Es hat wirklich Spaß gemacht die Schule zu besuchen, zumal man sich durch die freundliche und aufgeschlossene Art der Schüler sowie Lehrer, wohl fühlt. Auch ich konnte aktiv in der Volleyballmannschaft mitspielen und an der Tanzgruppe teilnehmen.

Zwischen meiner Gastfamilie und mir entstand eine sehr gute Beziehung. Sie haben mit mir viel unternommen und versucht in diesem kurzen Zeitrahmen alles Mögliche zu zeigen. Ich habe sie sehr lieb gewonnen.

Leider ist so ein dreimonatiger Auslandaufenthalt viel zu kurz, weil man sich erst nach dieser Zeit an die Gegend, Familie, Schule und Freunde gewöhnt hat. Auch ist dieser Zeitraum viel zu kurz, um mit der englischen Sprache vertraut zu sein. Zwar habe ich jetzt ein sicheres Sprachgefühl und meine Englischkenntnisse haben sich auch erweitert, aber diese Zeit reicht nicht aus, um mit einem gutem Englisch zurück zu kommen. Somit ist ein ganzjähriger Aufenthalt die optimale Zeit, seine Erwartungen erfüllen zu können.

Trotzdem war für mich dieser dreimonatiger Aufenthalt in Australien ein einmalig unvergessliches schönes Erlebnis, indem ich viel Erfahrung gesammelt und viele verschiedene Freunde aus aller Welt gewonnen habe.

 

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