| Sport
Lange Zeit wurde der Sportunterricht an berufsbildenden Schulen als Stiefkind behandelt. Es fehlte an Hallenkapazitäten und ausgebildeten Sportlehrern. Zwar ist die Zahl der Sportlehrer nicht gestiegen, aber bei fast gleicher Hallenkapazität werden nun mehr Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Das Mehr an Schülern im Sportunterricht entstand durch die neue Prüfungsordnung für berufsbildende Schulen (APO-BBS), in der festgelegt ist, dass alle Berufsschulklassen innerhalb ihrer Ausbildungszeit mindestens ein Jahr Sportunterricht erhalten müssen.
Durch das persönliche Engagement einiger Kollegen konnte das Sportangebot aber in den letzten Jahren ausgebaut werden. Angebote der Stadt Wuppertal und der kommerziellen Anbieter wurden durchforstet. Im Zuge der Entwicklung zum lifetime-Sport wurden Alternativen zum herkömmlichen Sportunterricht entwickelt. Dabei ist ein weitgefächertes Spektrum von sportlichen Aktivitäten herausgekommen.
In Absprache mit dem Sportamt wird das Angebot wahrgenommen, die am Beyenburger Stausee vorhandenen Kajaks als Ergänzungssportart zu nutzen. Der Test mit der gymnasialen Oberstufe war sehr erfolgreich.
Die kommerziellen Anbieter haben durch eine günstige Preisgestaltung weitere Möglichkeiten eröffnet. Zur Zeit werden ein Squash-Center und ein Fitnesscenter, beide in der Nähe der Schule, genutzt.
Das "jüngste Kind" ist ein Tenniskurs in der Oberstufe der Höheren Handelsschule. Die Stadt Wuppertal hat dafür die materiellen Voraussetzungen geschaffen, indem sie Mittel für die Anschaffung von Tennisschlägern zur Verfügung stellte.
Eine weitere Attraktion im Rahmen des Schulsports ist der seit 1987 stattfindende Skikurs. Nach einem ersten Test im Schwarzwald waren die teilnehmenden Schüler so begeistert, dass eine Fortsetzung geplant wurde. In den folgenden Jahren wurden die Kurse im Zillertal durchgeführt.
1994 fand der Skikurs zum ersten Mal im Ultental/Südtirol statt. Durch Absprache mit den Veranstaltern vor Ort war es möglich, neben dem Skifahren ein Rahmenprogramm zu erstellen, das von den Schülern begeistert aufgenommen wurde. Dazu gehörten zum Beispiel ein Slalom unter Beleuchtung mit einer anschließenden Fackelabfahrt und eine Schneebar mit Essen und Getränken in 2.500 m Höhe. Auch das Schlittenrennen gehörte zu den Attraktionen des Skikurses.
Die steigenden Teilnehmerzahlen machen deutlich, dass dieses Angebot von den Schülern gern angenommen wird - nicht zuletzt wegen des günstigen Preises. Viele Schüler sind "Wiederholungstäter". Auch die teilnehmenden Sportlehrer wissen eine solche Fahrt zu schätzen, denn sie erleben ihre Schüler von einer ganz anderen Seite.
Diese attraktiven Sportangebote tragen dazu bei, dass sich die Schülerinnen und Schüler trotz geringer Verweildauer am Berufskolleg Elberfeld mit ihrer Schule identifizieren können, was wiederum für den "normalen" Unterricht viele Vorteile zur Folge hat.
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