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Politik

>> .... Politik ist uninteressant, die da oben machen doch sowieso, was sie wollen, ich kann doch sowieso nichts verändern, die Politiker streiten sich zu viel anstatt etwas zu verändern... <<

Das sind gängige Stammtischparolen - aber stimmen diese überhaupt oder kann man durch das ewiges Nachgeplapper dieser Parolen mögliche Probleme oder Konflikte lösen?

Unsere Demokratie hat mit Sicherheit viele Fehler. Aber sie gibt uns die Möglichkeit bei grundlegenden Fragen mitzubestimmen und mitzuwirken. Es gibt viele unterschiedliche Interessen und Meinungen in einer Gesellschaft, die in Einklang zu bringen sind, wenn man zusammenlebt.
Die Probleme oder Konflikte entstehen ja nicht bei den Politikern, sondern letztlich bei jedem, also auch bei Schülerinnen und Schülern.

Da die Interessen der Schülerinnen und Schüler unterschiedlich sind, lässt der Politiklehrplan neben Rahmenvorgaben einen gewissen Spielraum zur Mitentscheidung über die Behandlung verschiedener Themen.

Probleme können auf unterschiedlichem Niveau diskutiert und hinterfragt werden. In der Berufsfachschule (Handelsschule, Höhere Handelsschule, Gymnasiale Oberstufe) wird das Fach bis zum Abschluss 1-2 Stunden pro Woche unterrichtet, in der Berufsschule ein oder zwei Jahre einstündig.

Anzunehmen ist hierbei, dass in der Berufsschule tendenziell berufsbezogene Inhalte bevorzugt werden, da ungeahnte Konflikte in diesem neuen Lebensabschnitt entstehen werden.
Dagegen wird von Schülerinnen und Schülern, die Politik als Abiturprüfungsfach wählen, auch ein Umgang mit Politik erwartet, der auf geschichtlichem Wissen, Verfahrensweisen und tiefgreifenden Kenntnissen in vielen Politikbereichen basiert. Schwerpunkte können sich in den verschiedenen Schulformen daher erheblich unterscheiden.

Behandelt werden können z.B. sich wandelnde gesellschaftliche Normen und Entwicklungen (Ehe, Familie, Abtreibung, Medien, Terrorismus, Ausländer, Protest, Staatsgewalt, ...), wirtschaftliche Bereiche (Recht auf Arbeit, Interessenkonflikte im Betrieb, Arbeit oder Freizeit, Wandel in der Berufsbildung,

Rentenkrise, Ökologie - Ökonomie, Gentechnologie, ...), politische Systeme, Demokratie, Partizipation (Kommunalpolitik, Parteien, Wahlen, Revolution, ...) oder nationale und internationale Beziehungen (Europa, Globalisierung, Frieden, Entwicklungsländer, ...).

Häufig werden im Politikunterricht Konfliktsituationen intensiv untersucht, anschließend werden theoretische Handlungsmöglichkeiten gegenübergestellt, um dann zu einer persönlichen Entscheidungsfindung zu gelangen. Es soll nicht bevormundet oder beeinflusst werden, sondern es soll zur Meinungsbildung und Urteilsfindung angeregt werden.

Bei Konflikten oder der Konfliktbearbeitung tritt eigentlich selten Langeweile auf. Wie spannend der Unterricht wird, hängt allerdings zum größten Teil von Euch, von den Schülerinnen und Schülern ab. Vielleicht entwickelt sich ja auch bei Euch die Lust auf konstruktives Streiten, die dazu verhilft, gesellschaftliche Probleme in der Welt (oder in Deutschland, in NRW oder im Klassenzimmer) zu lösen.

Als demokratische Staatsbürger/-innen sagt Ihr dann hoffentlich nicht >>... Politik ist uninteressant ... << sondern eher >>Ja, ich mache mit ...!<<

Ansprechpartner für dieses Fach ist Jan Helwig.


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