| Betriebswirtschaftslehre
Das Fach Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist eines der Hauptfächer in einem kaufmännischen Berufskolleg.
Betriebswirtschaftslehre ist der Zweig der Wirtschaftslehre, der die Gegebenheiten und Vorgänge in Betrieben erfasst und Wege aufzeigt, wie Betriebsziele erreicht werden können.
Unter einem Betrieb wird dabei eine wirtschaftliche Einheit verstanden, in der Güter (auch Dienstleistungen) für die Bedarfsdeckung Dritter erstellt und auf den entsprechenden Märkten angeboten werden.
Dieses Fach behandelt in der Schule alle Fragen, die in einem Wirtschaftsbetrieb auftreten können, und zwar innerhalb des Betriebes und in der Beziehung zu außenstehenden Dritten. Das sind im Einzelnen: Absatz (Marketing), Beschaffung, Lager, Produktion, Zahlungsverkehr, Vertragsrecht, Rechtsformen, Personalwirtschaft, Investition, Finanzierung. In manchen Bildungsgängen ist BWL mit dem Fach Rechnungswesen kombiniert, weil Rechnungswesen ein Teil der Betriebswirtschaftslehre ist und betriebswirtschaftliche Vorgänge im Rechnungswesen erfasst und dokumentiert werden müssen.
In den Bildungsgängen des Dualen Systems ist das Fach i.d.R. aufgeteilt in einen allgemeinen Teil (Allgemeine BWL bzw. Allgemeine Wirtschaftslehre), der Betriebe aller Wirtschaftszweige betrifft (wie z.B. Ausbildung und Beruf, Zahlungsverkehr, Vertragsrecht, Rechtsformen), und in einen speziellen Teil (Spezielle BWL), der nur für Betriebe eines bestimmten Wirtschaftszweiges zutrifft. Dies ist z.B. für die Industriebetriebe die sog. Industriebetriebslehre (Industrielle Geschäftsprozesse wie beispielsweise Leistungserstellung, Beschaffung, Personalmanagement und Absatz), für die Großhandelsbetriebe die Handelsbetriebslehre (Auftragsbearbeitung bei vorrätiger und nicht vorrätiger Ware sowie im Außenhandelsgeschäft, Beziehung zu den Geschäftspartnern, Finanzierung u.a.).
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