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Bildungsgänge – Berufsschule

Rechtsanwaltsfachangestellte(r)

Qualität und Effizienz einer Anwaltskanzlei hängen in nicht unerheblichem Maße vom Können und der Zuverlässigkeit der Rechtsanwaltsfachangestellten ab. Sie erwartet anspruchsvolle Aufgaben, abwechslungsreiche Tätigkeiten und viele Kontakte mit Menschen.

Die Ausbildung zur(m) Rechtsanwaltsfachangestellten – geregelt in der ReNoPatAusbildungsverordnung – dauert drei Jahre, wobei unter bestimmten Voraussetzungen die Prüfung vorgezogen werden kann. Im Verlauf der Ausbildung gewinnen die Auszubildenden zunehmend die Kompetenz, selbständig unter Berücksichtigung der kanzleiinternen Anweisungen als auch der einschlägigen Rechtsvorschriften zu arbeiten. Die(Der) zukünftige Rechtsanwaltsfachangestellte(r) sollte logisch denken können, verantwortungsbereit sein, Organisationstalent haben, Freude am Umgang mit den Mandanten mitbringen und flexibel sein. Ausbildungsschwerpunkte liegen u. a. in der Büropraxis und –kommunikation, in den fallbezogenen Rechtsanwendungen im Bürgerlichen Recht, im Handelsrecht, im Arbeits- und Sozialrecht, im Zivil-, Straf- und Bußgeldverfahren sowie im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die Mitarbeit im gerichtlichen Mahnverfahren, die Bearbeitung von Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzangelegenheiten, das Erstellen von Vergütungsrechnungen. Mit modernen Informationstechniken werden die anfallenden Ausbildungstätigkeiten erlernt und abgeschlossen.

Die Ausbildung erlebt ihre praktische Seite in der Ausbildungskanzlei – die theoretische in der Berufsschule mit den Fächern:

  • Rechtskunde
  • Allgemeine Wirtschaftslehre
  • Informationsbearbeitung und -verarbeitung
  • Rechnungswesen
  • Deutsch
  • Politik
  • Religionslehre

Am Berufskolleg Elberfeld der Stadt WSuppertal kommen Sie mit allen Auszubildenden des Landgerichtsbezirks Wuppertal – Solingen, Remscheid, Velbert, Mettmann, Wuppertal – zusammen. In der Unter- und in der Mittelstufe haben Sie einen wöchentlichen Berufsschultag und alle 14 Tage einen weiteren. In der Oberstufe findet nur einmal pro Woche der Berufsschulunterricht statt. Die Anmeldung zur Berufsschule erfolgt über den Ausbildenden.

Nach Ablauf eines Ausbildungsjahres, meist im Oktober, wird die schriftliche Zwischenprüfung abgelegt. Dabei soll lediglich der Ausbildungsstand überprüft werden.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung erfolgt die Abschlussprüfung, in der die in der praktischen Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie der in der Berufsschule vermittelte Lernstoff schriftlich anhand von praxisbezogenen Fällen hinterfragt werden. Etwa drei bis vier Wochen später schließt sich die fachpraktische Prüfung (mündlich) an.

Während der Ausbildung ist das Ausbildungsnachweisheft (Berichtsheft) zu führen. In diesem soll der ordnungsgemäße Verlauf der Ausbildung sach- und zeitgerecht dokumentiert werden.
Es ist eine wichtige Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Am Berufskolleg Elberfeld steht Ihnen für Nachfragen Hendrik Hochfeld zur Verfügung, der seit vielen Jahren in diesem Fachbereich tätig ist.

Weitere Auskünfte über diesen interessanten Bildungsgang erhalten Sie auch über die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf.


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